Antworten, die weiterhelfen.
Die häufigsten Fragen — kompakt beantwortet.
Versorgungswerk & Altersvorsorge
Wie hoch ist meine Rente aus dem Versorgungswerk?+
Bei 35 Jahren Höchstbeitrag rund 2.500–3.000 € brutto. Nach Steuer, KV/PV und 30 Jahren Inflation bleibt eine reale Kaufkraft von 1.300–1.700 € — bei vorherigem Netto von oft 4.500 €+.
Reicht das Versorgungswerk allein aus?+
Selten. Die typische Lücke zwischen Versorgungswerk-Rente und gewohntem Lebensstandard liegt bei 1.500–2.500 € monatlich.
Lohnt sich Rürup zusätzlich zum Versorgungswerk?+
Ja — Rürup-Beiträge sind als Sonderausgaben absetzbar (bis 27.566 €/Jahr Single), zusätzlich zu Versorgungswerk-Beiträgen. Bei Spitzensteuersatz oft 4-stellige Erstattung.
Apotheke & Selbstständigkeit
Was kostet eine Apothekenübernahme?+
Je nach Standort und Umsatz 400.000 € bis über 2 Mio. €. Größter Posten ist meist der Goodwill (über 10 Jahre abschreibbar), gefolgt von Einrichtung und Warenbestand.
Lohnt sich der Investitionsabzugsbetrag (IAB)?+
Ja — bis zu 50 % geplanter Investitionen können vorab steuerlich abgezogen werden. Das drückt den Steuersatz im Anschaffungsjahr und ist gerade bei größeren Investitionen in die Apotheke wirksam.
Sollte ich eine eigene Filiale eröffnen?+
Bis zu 3 Filialen sind erlaubt. Wirtschaftlich lohnt sich das meist nur bei klarer Standortstrategie, ausreichend Personal und solider Hauptapotheke als Cashflow-Basis.
BU & Krankenversicherung
Welche BU-Klauseln sind für Apotheker:innen wichtig?+
Verzicht auf abstrakte Verweisung, kurze Prognosezeit (6 Monate), Infektionsklausel (für Kundenkontakt) und Nachversicherungsgarantie für Apothekenübernahme.
PKV oder GKV als Apotheker:in?+
Als Selbstständige:r sind Sie nicht GKV-pflichtig. Die PKV bietet meist bessere Leistungen und niedrigere Einstiegsbeiträge — aber Sie tragen den vollen Beitrag selbst. Tarifwahl und Beitragsentlastung entscheidend.
Was ist ein Beitragsentlastungstarif?+
Ein PKV-Baustein, der ab Rentenbeginn die monatlichen Beiträge reduziert — oft um 30–50 %. Wer ihn früh bespart, vermeidet hohe Beiträge im Alter.
Steuern & Vermögensaufbau
Welche Steuerhebel haben selbstständige Apotheker:innen?+
Rürup, IAB, Immobilien-Abschreibung, Familien-Anstellung (sofern marktüblich), Rechtsform-Optimierung (Holding-Strukturen) und konsequente Werbungskosten/Betriebsausgaben.
Wie viel sollte ich monatlich investieren?+
Als Orientierung 10–20 % des Apothekenüberschusses. Bewährt ist ein dynamischer Sparplan: in starken Jahren mehr, in schwächeren halten — niemals stoppen.
Welche Rolle spielt eine Immobilie?+
Bei langfristiger Standortbindung lohnt sich oft die eigene Apothekenimmobilie (steuerlich abschreibbar) oder eine vermietete Renditeimmobilie als Inflationsschutz.
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